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Glossar

Öl-Luft-Schmierung

Die Öl-Luft-Schmierung transportiert kleinste, exakt dosierte Ölmengen mit einem Druckluftstrom an das Spindellager. Das Öl gelangt als Film an die Laufbahn, die Luft kühlt das Lager und sperrt zugleich Schmutz aus.

Rolle in der Instandsetzung

Dieser Begriff gehört zur Lagerung. Bei einer Neulagerung wird er gemessen, eingestellt oder ersetzt. Lassen Sie ihn im Abnahmeprotokoll ausweisen.

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Was ist Öl-Luft-Schmierung?

Die Öl-Luft-Schmierung ist ein Schmierverfahren für schnell laufende Spindellager. Ein Dosiergerät gibt in festen Abständen winzige Ölmengen ab. Ein durchgehender Druckluftstrom nimmt dieses Öl auf und transportiert es durch die Leitung zum Lager. Anders als beim Ölnebel wird das Öl dabei nicht vollständig vernebelt, sondern wandert als dünner Film an der Innenwand der Leitung entlang bis zur Düse am Lager.

Im Lager übernimmt die Druckluft zwei weitere Aufgaben: Sie kühlt die Laufbahn und erzeugt einen leichten Überdruck, der Kühlschmierstoff und Schmutz aus dem Lagerraum heraushält.

Warum Hochdrehzahlspindeln dieses Verfahren brauchen

Fettschmierung hat eine Drehzahlgrenze. Ab einem hohen Drehzahlkennwert n·dm erzeugt das Walken des Fettes so viel Wärme, dass das Lager überhitzt. Genau hier setzt die Öl-Luft-Schmierung an. Sie liefert nur so viel Öl, wie der Wälzkontakt tatsächlich braucht, und die mitströmende Luft führt Wärme ab. Damit werden Drehzahlkennwerte erreichbar, die mit Fett nicht mehr sicher beherrschbar wären.

Typische Einsatzfälle sind Elektrospindeln, HSC-Spindeln und Schleifspindeln mit sehr hohen Drehzahlen.

Vorteile gegenüber älteren Verfahren

Im Vergleich zur klassischen Ölnebelschmierung hat die Öl-Luft-Schmierung mehrere Vorteile:

  • Genaue Dosierung: jede Schmierstelle erhält eine definierte, kleine Ölmenge
  • Weniger Emission: weil das Öl nicht vollständig vernebelt wird, gelangt kaum Ölnebel in die Hallenluft
  • Sperrwirkung: der Luftstrom hält Kühlschmierstoff und Späne aus dem Lager
  • Kühlung: die durchströmende Luft senkt die Lagertemperatur

Wo die Grenzen liegen

Die Öl-Luft-Schmierung braucht eine funktionierende Versorgung: saubere, trockene Druckluft, ein korrekt eingestelltes Dosiergerät und freie Leitungen. Fällt die Ölzufuhr aus, verstopft eine Düse oder ist die Luft feucht, läuft das Lager in Mangelschmierung oder rostet an. Solche Versorgungsfehler sind eine eigene Schadensursache, die man bei der Diagnose mit prüfen muss.

Bedeutung bei der Reparatur

Wird eine öl-luft-geschmierte Spindel überholt, gehören die Schmierkanäle, Düsen und Dichtungen zur Arbeit dazu, nicht nur die Lager selbst. Verstopfte Kanäle oder verschlissene Sperrluftdichtungen führen sonst schnell zum nächsten Schaden. Eine fachgerechte Spindellager-Reparatur prüft das Schmiersystem als Ganzes. Fragen Sie nach, ob Dosiermenge und Luftdruck nach Herstellervorgabe eingestellt und dokumentiert wurden.

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