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Maschinen

Fanuc Spindel reparieren: Spindelmotoren αi und βi, eingebaute Motoren und die Spindeleinheit dazu

Fanuc Spindel defekt? Fanuc liefert meist nur den Spindelmotor, die Spindeleinheit kommt vom Maschinenbauer. SP-Alarme einordnen, Reparaturwege klären.

  • Herstellerunabhängig Jeder Hersteller, jede Bauart
  • Instandsetzung organisiert Befundung, Reparatur, Abnahmeprotokoll
  • Alle Spindeltypen Motor, Fräs, Dreh, Schleif, HF
  • Anfrage kostenlos Unverbindlich, ohne Auftragspflicht

Kurz gesagt

Spindeleinheit und Fanuc-Spindelmotor lassen wir herstellerunabhängig instand setzen. Eine Fanuc-Spindel ist in den meisten Maschinen ein Fanuc-Spindelmotor (αi oder βi) an einer Spindeleinheit des Maschinenbauers, oder ein eingebauter Fanuc-Motor (BiI, BiS) im Inneren einer Motorspindel. Hier steht, welche Baureihe wo arbeitet, welcher SP-Alarm aus der Spindel kommt und welcher aus dem Verstärker: am Markt üblich sind 6 bis 10 Werktage nach Befundung. CNC, Spindelverstärker und Parametrierung sind ein anderes Thema. Schildern Sie uns den Schaden, wir übernehmen die Organisation der Reparatur. Kostenlos und unverbindlich.

Symbolbild Statorwicklung eines eingebauten Spindelmotors in der Spindeleinheit vor der Isolationsmessung
Statorwicklung eines eingebauten Spindelmotors in der Spindeleinheit vor der Isolationsmessung

Auf einen Blick

  • Tabelle der Fanuc-Spindelmotoren: αiI, αiIP, αiIL, βiI und die eingebauten BiI und BiS
  • Fanuc stellt in vielen Maschinen nur den Motor, die Spindeleinheit kommt vom Maschinenbauer: beide werden getrennt befundet
  • Alarme SP9001 bis SP9073 einordnen: was aus der Spindel kommt und was aus dem Verstärker
  • ROBODRILL und Fanuc-gesteuerte Maschinen anderer Hersteller, Abgleich mit der CNC durch Ihren Servicepartner

Was „Fanuc-Spindel“ in der Praxis bedeutet

Fanuc baut Steuerungen, Antriebe, Motoren und Roboter, aber, mit Ausnahme der eigenen ROBODRILL-Bearbeitungszentren, keine Werkzeugmaschinen und keine kompletten Spindeleinheiten. Wenn ein Instandhalter „Fanuc Spindel“ sucht, meint er fast immer eines von drei Dingen. Erstens einen Fanuc-Spindelmotor der Baureihen αi oder βi, der über Riemen, Zahnrad oder Kupplung eine Spindeleinheit des Maschinenbauers antreibt; so sind viele Vertikalzentren, Drehmaschinen und ältere Maschinen gebaut. Zweitens einen eingebauten Fanuc-Spindelmotor (BiI oder BiS), der als Stator-Rotor-Einbausatz im Inneren einer Motorspindel sitzt, die der Maschinenbauer oder ein Spindelhersteller konstruiert hat. Drittens die Spindel einer ROBODRILL, bei der Maschine, Spindel und Motor von Fanuc kommen.

Für die Reparatur folgt daraus: Der Motor ist nur ein Teil des Systems. Lager, Welle, Werkzeugspanner, Dichtungen und Kühlmantel gehören zur Spindeleinheit, und die wird nach den Regeln des Spindelbaus instand gesetzt, nicht nach dem Fanuc-Katalog. Spindeleinheit und Motorbaugruppe werden getrennt befundet und gemeinsam wieder in Gang gebracht; CNC, Spindelverstärker und Parametrierung bleiben außen vor. Spindelhersteller wie Kessler oder Weiss verbauen eigene Motoren; ein Fanuc-Einbaumotor findet sich dagegen typischerweise in Maschinen japanischer, koreanischer und taiwanesischer Hersteller mit Fanuc-Steuerung.

Fanuc-Spindelmotoren im Überblick: αi, βi und eingebaute Motoren

BaureiheBauartTypischer Einsatz
αiI-B (z. B. αiI 8/8000, 12/7000, 15/7000)Asynchron-Spindelmotor, Lüfterkühlung, Flansch oder FußBearbeitungszentren und Drehmaschinen, Antrieb über Riemen oder Kupplung
αiIP-Bwie αiI, Auslegung auf hohes DrehmomentDrehmaschinen, schwere Zerspanung
αiIL-Bflüssigkeitsgekühlt, kompaktMaschinen mit begrenztem Bauraum
βiI-BEconomy-Baureihe, Lüfterkühlungkleinere Zentren, Riemen- oder Kupplungsantrieb
BiI-B (BiI 50S/30000 bis BiI 200L/6000)Einbaumotor, Stator und Rotor als SatzMotorspindeln in Zentren und Drehmaschinen
BiS-BSynchron-Einbaumotor mit Neodym-MagnetenDrehspindeln, Verzahnmaschinen

Die Typbezeichnung nennt Leistungsklasse und Höchstdrehzahl: αiI 12/7000 ist ein Motor der 12-kW-Klasse mit 7.000 min⁻¹. Bei separaten Motoren bestimmt die Übersetzung des Riementriebs die Spindeldrehzahl, bei Einbaumotoren ist die Motordrehzahl die Spindeldrehzahl, deshalb reichen die BiI-Typen bis 30.000 min⁻¹. Für die Instandsetzung heißt das: Ein separater αi- oder βi-Motor hat eigene Motorlager, einen Lüfter und einen Drehzahlsensor und wird als eigenes Bauteil geprüft und repariert; die Spindeleinheit daneben hat ihre eigenen Präzisionslager, den Spanner und die Dichtungen. Bei Einbaumotoren gibt es diese Trennung nicht: Stator sitzt im Spindelgehäuse, Rotor auf der Welle, und die Motorspindel wird als Ganzes befundet. Die Modell-Tabelle weiter unten führt die Baureihen mit Verbindung zur Spindel, Drehzahl, Kühlung und Reparaturweg auf.

Spindel, Motor oder Verstärker? Fanuc-Alarme einordnen

Die Fanuc-Steuerung meldet Spindelprobleme als SP-Alarme des Spindelverstärkers, und die häufigsten lassen sich einordnen. SP9001 (Motorübertemperatur) entsteht durch geschädigte Wicklung, defekten Lüfter, erhöhte Lagerreibung oder ein Programm, das den Motor im Dauerbetrieb über Nennlast fährt. SP9002 (Drehzahlabweichung) heißt, der Motor kann dem Sollwert nicht folgen: schwergängige Spindel, Lagerschaden, streifender Rotor oder ein rutschender Riemen. SP9012 (Überstrom) ist der klassische Wicklungs- oder Erdschluss, oft nach Kühlmitteleintritt, kann aber auch das Verstärkermodul sein. SP9031 (Motor blockiert, kein Gebersignal) und SP9073 (Motorsensor gestört) zeigen entweder mechanische Blockade und Sensorschaden in der Spindel oder Kabel- und Steckerprobleme außerhalb.

Was der Instandhalter vor dem Ausbau tun kann: Riemen abnehmen oder Kupplung lösen und Motor allein laufen lassen. Läuft er ohne Alarm ruhig, liegt das Problem in der Spindeleinheit. Bleibt der Alarm bei abgestecktem Motor bestehen, sind Verstärker, Steuerung oder Verkabelung dran, und dafür sind der Fanuc-Service oder der Maschinenhersteller zuständig. Isolationswert der Wicklung messen, Spindel von Hand drehen, Rundlauf am Prüfdorn prüfen: Damit sind die meisten Fälle in einer Stunde zugeordnet. Die Tabelle „Spindel, Motor oder Verstärker?“ weiter unten fasst die Alarme zusammen.

Typische Schäden an Spindelmotor und Spindeleinheit

Bei Riementrieben ist zu hohe Riemenspannung der stille Killer: Sie belastet Motorlager und vorderes Spindellager radial, beide laufen deutlich früher aus als vorgesehen. Kupplungen mit Versatz erzeugen Schwingungen, die zuerst im Motorlager, dann in der Spindel ankommen. Der Motor selbst hat Standardlager und einen Lüfter, die nach Betriebsstunden verschleißen, und einen Sensorring, der bei Verschmutzung SP9073 auslöst.

Bei Einbaumotoren stehen Kühlmittel in der Wicklung, sinkende Isolationswerte und Schäden am Rotorsitz nach Kollision vorn. Die Spindeleinheit zeigt das übliche Bild: Lagerschaden durch Schmiermangel, Kühlmitteleintritt oder Überlast, Werkzeugspanner mit sinkender Einzugskraft (bei ROBODRILL mit BT30 und sehr hoher Wechselzahl ein Verschleißteil erster Ordnung), Dichtungsverschleiß, Konusschaden nach Crash. Bei 24.000er und 30.000er Spindeln mit Hybridlagern gehen Schmierfehler binnen Stunden in den Lagerschaden. Vertiefung: Frässpindel reparieren und Drehspindel reparieren.

Reparatur, Tauschmotor oder Neuspindel im Fanuc-Umfeld

Die Entscheidung fällt nach der Befundung, getrennt für Motor und Spindeleinheit. Ein separater αi- oder βi-Motor mit intakter Wicklung bekommt neue Motorlager, Lüfter und bei Bedarf einen Sensor und bleibt; ist die Wicklung geschädigt, sind Tausch- oder Neumotoren für gängige Typen am Markt oft kurzfristig verfügbar und bei kleinen Leistungen wirtschaftlicher als eine Neuwicklung. Bei Einbaumotoren in großen Motorspindeln lohnt die Neuwicklung häufiger, weil der Einbausatz mit der Spindel verheiratet ist. Die Spindeleinheit wird instand gesetzt, wenn Welle, Lagersitze und Gehäuse maßhaltig sind; eine Neuspindel bleibt für Kollisionsschäden. Die Kosten liegen typischerweise deutlich unter einer Neuspindel mit Neumotor. Orientierung aus Branchenerfahrung, keine Preisliste. Lassen Sie sich vor Arbeitsbeginn einen Kostenvoranschlag geben, getrennt nach Motor und Spindeleinheit.

Ersatzteile und Lagerung: Präzisionslager in P4 oder P2 nach ISO 492 (Hybridlager bei Hochdrehzahl), Motorlager, Lüfter, Dichtungen, Spannsätze und Sensoren kommen von den Komponentenherstellern, Fanuc-spezifische Teile wie Sensorringe über Fanuc. Zum üblichen Abschluss gehören dynamisches Wuchten nach ISO 21940-11, ein Probelauf mit Temperatur- und Schwingungsverlauf und eine Isolationsmessung. Bestehen Sie auf einem Abnahmeprotokoll mit Rundlauf, Planlauf, Axial- und Radialspiel und Einzugskraft. Die gesetzliche Gewährleistung schuldet Ihnen der ausführende Betrieb. Am Markt üblich sind 6 bis 10 Werktage nach Befundung, Express gegen Aufpreis. Die Eingangsmessung im Detail: Spindel-Diagnose.

Sie suchen Fanuc-Service für Steuerung oder Maschine?

Dann gleich die klare Abgrenzung: Hier geht es um Spindeleinheit und Spindelmotor, nicht um CNC, Verstärker oder Maschine. Für Steuerung, Antriebsverstärker, Parametrierung, Achsen und Wartung sind der Fanuc-Service oder der Hersteller Ihrer Maschine zuständig. Um Spindeleinheit und Motorbaugruppe kümmern wir uns herstellerunabhängig: Wir ordnen den Alarm ein, nehmen Ihren Fall auf und organisieren die Spindelreparatur im passenden Fachbetrieb. Dazu gehört auch die klare Aussage, wenn die Ursache gar nicht in der Spindel liegt. Wir sind kein autorisierter Servicepartner von Fanuc und haben keine Herstellerfreigabe.

Wenn Sie nur einen SP-Alarm und einen Verdacht haben: Schicken Sie Alarmnummer, Motortypenschild, Typenschild der Spindeleinheit und eine kurze Beschreibung (Geräusch, Temperatur, seit wann, was zuletzt passiert ist). Sie bekommen eine erste Einschätzung, ob sich der Ausbau lohnt oder ob Sie den Fanuc-Service rufen sollten. Anfrage und Ersteinschätzung sind kostenlos und unverbindlich. Kostenlose Ersteinschätzung anfragen

Spindel ausbauen und einschicken: was der Instandhalter vorbereitet

  1. Alarm sichern, Parameter nicht ändern

    vor dem Ausbau

    Alarmhistorie mit SP-Nummer und Uhrzeit fotografieren, Motortypenschild (αiI, βiI oder BiI mit Leistung und Drehzahl) und Typenschild der Spindeleinheit sichern. Keine Parameter ändern, damit der Servicepartner nach dem Einbau einen sauberen Ausgangszustand hat.

  2. Werkzeug entnehmen, Magazin in Grundstellung

    Werkzeugwechsler

    Werkzeug aus der Spindel nehmen, Werkzeugwechsler in Grundstellung fahren und sperren, Konus mit Schutzkegel verschließen. Bei ROBODRILL-Maschinen den Revolver-Werkzeugwechsler in die Wechselposition bringen und sichern.

  3. Motor von der Spindel trennen oder Motorspindel abstecken

    Antrieb

    Bei separatem Motor: Riemen entspannen und abnehmen oder Kupplung lösen, Motorlage markieren. Bei Motorspindel mit eingebautem Motor: Leistungs- und Geberstecker nummerieren, fotografieren, mit Kappen schützen.

  4. Kühlmittel, Druckluft und Kühlmantel trennen

    Medien

    Innere Kühlmittelzufuhr und Sperrluft drucklos machen, Kühlmantel der Motorspindel absperren und entleeren, alle Anschlüsse verschließen.

  5. Spindeleinheit ausbauen, Motor mitschicken

    Hebezeug

    Hebezeug ansetzen, Passflächen schützen, Schrauben beschriftet aufbewahren. Den Motor auch dann mitschicken, wenn Sie einen rein mechanischen Schaden vermuten: Sensor, Wicklung und Motorlager werden mitgeprüft, sonst fehlt nach dem Einbau die halbe Diagnose.

  6. Verpacken, Versand, danach Abgleich und Referenzfahrt

    Kurier

    Konus verschlossen, Metallflächen konserviert, Spindel und Motor getrennt gepolstert im Koffer. Abholung per Spedition oder Kurier ist branchenüblich, den Versandweg gibt der beauftragte Betrieb vor. Nach der Rückkehr: Einbau, bei getauschtem Sensor Abgleich an der Fanuc-Steuerung durch Ihren Servicepartner, Referenzfahrt, Warmlauf, Rundlaufmessung.

Fanuc-Spindelmotoren und die Spindeln, in denen sie arbeiten

Fanuc liefert Spindelmotoren in drei Bauformen: als separaten Motor, der über Riemen oder Kupplung eine Spindeleinheit antreibt, als Einbausatz aus Stator und Rotor im Inneren einer Motorspindel, und komplett mit Spindel nur in den eigenen ROBODRILL-Maschinen. Die Zahl vor dem Schrägstrich in der Typbezeichnung steht für die Leistungsklasse, die Zahl dahinter für die Höchstdrehzahl in min⁻¹.

Fanuc-Baureihe / MaschineWas Fanuc liefertVerbindung zur SpindelMax. DrehzahlKühlungReparaturweg
αiI-B (z. B. αiI 3/10000, 6/10000, 8/8000, 12/7000, 15/7000)Asynchron-Spindelmotor mit Lüfter, Flansch- oder Fußbauform, für Bearbeitungszentren und DrehmaschinenRiemen, Zahnriemen oder Kupplung auf die Spindeleinheit des Maschinenbauers7.000 bis 10.000 min⁻¹ am Motor, Spindel je nach ÜbersetzungLüfterMotorlager, Lüfter, Wicklung, Sensor; Spindeleinheit separat
αiIP-B (Hochmoment)wie αiI, Auslegung auf hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl, typisch DrehmaschinenRiemen oder Kupplungje nach TypLüfterwie αiI
αiIL-B (flüssigkeitsgekühlt)kompakter Spindelmotor mit KühlmantelKupplung oder Riemenje nach TypFlüssigkeitwie αiI, zusätzlich Kühlmantel und Dichtungen
βiI-BEconomy-Spindelmotor mit Lüfter; Fanuc-Dokumentation nennt Riemen-, Zahnrad- und KupplungsantriebRiemen, Zahnrad oder Kupplungje nach TypLüfterwie αiI
BiI-B eingebaut (z. B. BiI 50S/30000 bis BiI 200L/6000)Stator und Rotor als Einbausatz im Inneren einer Motorspindel des Maschinen- oder Spindelbauerskeine, Rotor sitzt auf der Spindelwelle6.000 bis 30.000 min⁻¹ je nach Baugrößeüber den Kühlmantel der SpindelMotorspindel komplett: Lager, Rotor, Stator, Sensorik
BiS-B eingebaut (Synchron)Einbaumotor mit Neodym-Magneten, hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl, für Dreh- und Verzahnmaschinenkeine, Rotor auf der Spindelwelleje nach Baugrößeüber den Kühlmantel der Spindelwie BiI, Magnetrotor bei Demontage gesondert handhaben
ROBODRILL α-DiB Plus (Fanuc-Maschine)Fanuc-eigene Spindeleinheit mit Fanuc-Motordirekt, je nach Ausführung10.000 min⁻¹ Standard, 24.000 als Option (je nach Ausstattung)je nach AusführungSpindeleinheit komplett inklusive BT30-Spanner
Maschinen mit Fanuc-CNC anderer Hersteller (z. B. Chiron 15er-Baureihe mit Fanuc-Option, asiatische Vertikalzentren und Drehmaschinen)Steuerung und Verstärker von Fanuc; Spindelmotor von Fanuc oder vom Spindelhersteller, Spindeleinheit vom Maschinenbauerje nach Maschineje nach Maschineje nach MaschineSpindeleinheit und Motor nach Befund

Baureihen und Typen nach Fanuc-Produktunterlagen (αi-B, βi-B, BiI-B, BiS-B). Ob bei Ihrer Maschine ein Fanuc-Motor oder ein Fremdmotor arbeitet, steht auf dem Motortypenschild, nicht auf dem Steuerungsbildschirm.

Spindel, Motor oder Verstärker? Fanuc-Alarme einordnen

Die Fanuc-Steuerung meldet Spindelprobleme als SP-Alarme des Spindelverstärkers. Die Tabelle zeigt, wann die Ursache eher in Spindeleinheit oder Motor sitzt und wann eher in Verstärker, Verkabelung oder Maschinenmechanik.

SymptomEher SpindelEher Steuerung/Antrieb/Mechanik
SP9001 MotorübertemperaturWicklung geschädigt, Lüfter defekt, Lagerreibung erhöht, Kühlmantel verstopftÜberwachungsparameter, Schaltschrankkühlung, Dauerlast im Programm
SP9002 Drehzahlabweichung, Motor folgt dem Sollwert nichtSchwergängige Spindel, Lagerschaden, Rotor streiftVerstärker, Lastprofil, rutschender Riemen außerhalb der Spindel
SP9012 Überstrom im LeistungskreisWicklungsschluss, Erdschluss durch Kühlmittel im MotorVerstärkermodul, Leistungskabel, Leistungshalbleiter
SP9031 Motor blockiert oder kein GebersignalSpindel mechanisch blockiert (Lager, Fremdkörper, Kollision), Sensor defektGeberkabel, Verstärkereingang
SP9073 Motorsensor gestörtSensor oder Sensorring in Spindel oder Motor, Luftspalt, VerschmutzungKabel, Stecker, Schirmung
Spindel läuft, aber Rattermarken und schlechte OberflächeLagerspiel, Vorspannung, Unwucht der RotorbaugruppeWerkzeug, Aufnahme, Achsen, Schnittparameter
Werkzeug klemmt oder wird nicht gespanntWerkzeugspanner, Tellerfedern, SpannzangeLöseeinheit, Druckluft oder Hydraulik, Sensorik für den Spannzustand, PMC-Logik
Alarm bleibt bei abgestecktem Motor bestehenseltenVerstärker, Steuerung, Verkabelung: Fanuc-Service oder Maschinenhersteller

Alarmbedeutungen nach Fanuc-Dokumentation zu den Spindelverstärkern der αi-Baureihe. Hier geht es um Spindeleinheit und Motor; Verstärker, CNC und Parameter bleiben beim Fanuc-Service oder Ihrem Maschinenhersteller.

Symptom, Ursache, Maßnahme

  • SP9001 oder SP9012 direkt beim Einschalten der Spindel

    Sofort stoppen

    Ursache: Wicklungsschluss oder Kühlmittel im Motor, Isolationswert gesunken

    Maßnahme: Nicht weiter versuchen, Isolationswert messen lassen, Motor und Spindel zur Befundung

  • Mahlendes Geräusch, Spindel wird warm, SP9002 unter Last

    Sofort stoppen

    Ursache: Lagerschaden in der Spindeleinheit oder im Motor

    Maßnahme: Stoppen, Spindel von Hand drehen, Riemen abnehmen und Motor allein prüfen

  • SP9073 sporadisch, vor allem nach Kühlmittelkontakt

    Zeitnah prüfen

    Ursache: Sensorring verschmutzt, Sensor oder Leitung beschädigt

    Maßnahme: Stecker und Kabel prüfen, bleibt der Alarm: Sensorprüfung in der Befundung

  • Oberfläche schlechter, Rundlauf am Prüfdorn leicht erhöht, kein Alarm

    Zeitnah prüfen

    Ursache: Beginnendes Lagerspiel in der Spindeleinheit

    Maßnahme: Werte dokumentieren, Instandsetzung einplanen, bevor ein Alarm die Maschine stoppt

Bilder zur Instandsetzung

Symbolbild Rotor einer Motorspindel mit Lagersitzen auf dem Werkstatttisch
Rotor mit Lagersitzen: Bei Einbaumotoren sitzt der Fanuc-Rotor auf der Spindelwelle, Lagersitze und Rotor werden gemeinsam vermessen.
Symbolbild Motorspindel während der Instandsetzung mit geöffnetem Gehäuse
Motorspindel in der Instandsetzung: Stator, Rotor, Lagersatz, Sensorik und Kühlmantel werden nach Befund erneuert.
Symbolbild Rundlaufmessung mit Messuhr an einer Frässpindel auf dem Messplatz
Rundlaufmessung vor und nach der Instandsetzung: Die Werte stehen im Abnahmeprotokoll und dienen als Referenz für den Einbau.

Spindel in Ihrer Maschine defekt? Wir organisieren die Instandsetzung.

Schildern Sie uns Ihren Fall. Sie bekommen eine technische Einschätzung zu Schadensbild und Reparaturweg, kostenlos und unverbindlich.

Spindelreparatur anfragen

Häufige Fragen

Fällt die Fanuc-Steuerung oder der Spindelverstärker auch unter Spindelreparatur?
Nein. Thema dieser Seite sind die Spindeleinheit (Lager, Welle, Werkzeugspanner, Dichtungen, Kühlmantel) und die Motorbaugruppe (Wicklung, Rotor, Motorlager, Sensor). CNC, Spindelverstärker, Parametrierung und Verkabelung gehören zum Fanuc-Service oder zum Maschinenhersteller. Ob ein Alarm mechanisch oder elektronisch verursacht ist, zeigt erst die Befundung, und wir sagen es Ihnen offen, wenn die Ursache nach der Beschreibung nicht in der Spindel liegt. Wir sind kein autorisierter Servicepartner von Fanuc.
Was ist eine Fanuc-Spindel überhaupt? Fanuc baut doch Steuerungen.
Fanuc baut Steuerungen, Antriebe und Motoren, aber, mit Ausnahme der ROBODRILL, keine Werkzeugmaschinen und keine kompletten Spindeleinheiten. In der Praxis ist eine Fanuc-Spindel entweder ein Fanuc-Spindelmotor (αi, βi), der über Riemen oder Kupplung eine Spindeleinheit des Maschinenbauers antreibt, oder ein eingebauter Fanuc-Motor (BiI, BiS) im Inneren einer Motorspindel. Instand gesetzt werden in beiden Fällen die Spindeleinheit und die Motorbaugruppe, und zwar getrennt befundet.
Lassen sich Fanuc-Spindelmotoren neu wickeln?
Ja, geprüft wird die Wicklung vorab mit Isolations- und Widerstandsmessung. Ist sie geschädigt, entscheidet der Befund zwischen Neuwicklung, Tauschmotor und Neumotor; bei kleinen αi- und βi-Motoren ist ein Tausch- oder Neumotor oft wirtschaftlicher, bei Einbaumotoren in großen Motorspindeln lohnt die Neuwicklung häufiger. Lassen Sie sich beide Wege im Kostenvoranschlag ausweisen.
Muss nach der Reparatur der Fanuc-Antrieb neu parametriert werden?
In der Regel nicht, wenn Spindel und Motor ohne Änderung an Sensor oder Wicklung instandgesetzt wurden. Wurde der Sensor oder Sensorring getauscht, kann ein Abgleich an der Steuerung nötig sein. Den führt Ihr Maschinen- oder Fanuc-Servicepartner durch. Lassen Sie sich einen Sensortausch deshalb vorab ankündigen und alle messbaren Werte im Abnahmeprotokoll dokumentieren, sonst steht der Servicepartner beim Einbau ohne Referenz da.
Was kostet die Reparatur einer Spindel im Fanuc-Umfeld?
Das hängt vom Befund ab: Motorlager und Lüfter an einem αi-Motor sind ein kleiner Eingriff, eine Motorspindel mit Einbaumotor, Hybridlagern und Neuwicklung ein großer, und alles zusammen liegt typischerweise deutlich unter einer Neuspindel mit Neumotor. Orientierung aus Branchenerfahrung, keine Preisliste. Lassen Sie sich vor Arbeitsbeginn einen Kostenvoranschlag geben. Anfrage und Ersteinschätzung sind kostenlos.
Wie lange dauert die Reparatur?
Am Markt üblich sind 6 bis 10 Werktage nach Befundung, abhängig von Schadensumfang und Lieferzeit der Lager. Express bieten viele Betriebe gegen Aufpreis an, ebenso Tauschspindeln; Tauschmotoren für gängige αi- und βi-Typen sind am Markt meist kurzfristig verfügbar.
Lässt sich auch die Spindel einer ROBODRILL instand setzen?
Ja. Die ROBODRILL-Spindeleinheit mit BT30-Aufnahme wird wie jede andere Spindeleinheit behandelt: Lager, Spannsatz, Dichtungen, Sensorik, Wuchten, Probelauf mit Protokoll. Der BT30-Spanner ist bei hoher Wechselzahl ein Verschleißteil erster Ordnung, planen Sie ihn mit ein. Wiedereinbau und Abgleich mit der Steuerung macht Ihr Servicepartner.

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