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Glossar

Pull-Stud

Der Pull-Stud, auf Deutsch Anzugsbolzen, ist ein in den Werkzeughalter eingeschraubtes Verbindungselement, an dem der Werkzeugspanner im Inneren der Spindel angreift. Über den Pull-Stud wird der Werkzeughalter in den Spindelkonus gezogen und gehalten. Er kommt bei Steilkegel-Aufnahmen wie SK und BT zum Einsatz.

Rolle in der Instandsetzung

Dieser Begriff gehört zum Spannsystem. Bei einer Werkzeugspanner-Reparatur wird er geprüft, eingestellt oder instand gesetzt.

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Pull-Stud: Bindeglied zwischen Halter und Spannsystem

Der Pull-Stud, im deutschen Sprachgebrauch Anzugsbolzen, ist ein kleines, aber zentrales Element der Werkzeugschnittstelle. Er wird in das hintere Ende des Werkzeughalters eingeschraubt und bildet die Angriffsfläche für den Werkzeugspanner im Inneren der Spindel. Beim Werkzeugwechsel greifen die Spannzangen oder Spannsegmente des Spanners hinter den Kopf des Pull-Studs und ziehen den Halter in den Spindelkonus.

Damit übersetzt der Pull-Stud die Zugkraft der Spannfeder oder Hydraulik in eine definierte Haltekraft, die den Werkzeughalter sicher im Kegel fixiert. Ohne diese Vorspannung könnte sich der Halter unter Schnittkräften lösen.

Bauformen und Normung

Pull-Studs gibt es in verschiedenen genormten Ausführungen, abgestimmt auf das jeweilige Aufnahmesystem:

  • für SK-Aufnahmen nach DIN ISO 7388-2 (vormals DIN 69872)
  • für BT-Aufnahmen nach der japanischen MAS-Norm
  • in unterschiedlichen Kopfwinkeln (z. B. 45 Grad, 60 Grad, 90 Grad) je nach Spannsystem

Entscheidend ist, dass Gewinde, Kopfgeometrie und Länge zum Spanner der Spindel passen. Bei HSK-Aufnahmen entfällt der klassische Pull-Stud, dort greift das Spannsystem direkt in den Hohlschaft.

Typische Schäden

Der Anzugsbolzen ist ein Verschleißteil. Häufige Schadensbilder sind:

  • Verschleiß und Eindrücke an der Greiffläche durch wiederholtes Spannen
  • Korrosion durch Kühlmittel
  • gelockerte oder überdehnte Verschraubung im Werkzeughalter

Verschlissene Pull-Studs beeinträchtigen die Spannkraft und damit Rundlauf und Prozesssicherheit. Sie sind günstig zu ersetzen. Treten Spannprobleme dagegen auf der Spindelseite auf, etwa durch ermüdete Federpakete oder verschlissene Spannzangen, ist eine Werkzeugspanner-Reparatur die passende Maßnahme.

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