Glossar
Die Werkzeug-Löseeinheit ist die hydraulische oder pneumatische Baugruppe, die beim Werkzeugwechsel auf die Zugstange drückt, das Tellerfederpaket zusammenpresst und so die Werkzeugspannung löst. Im gelösten Zustand wird das Werkzeug ausgeworfen und ein neues eingewechselt.
Die Werkzeug-Löseeinheit, auch Lösezylinder oder Lösestange genannt, ist die Gegenkraft zum Tellerfederpaket. Im Normalbetrieb hält das Federpaket das Werkzeug fest im Spindelkonus. Soll gewechselt werden, fährt die Löseeinheit aus und drückt zentral auf das hintere Ende der Zugstange. Dadurch wird das Federpaket zusammengepresst, die Zugstange schiebt sich nach vorn und der Spannmechanismus gibt den Anzugsbolzen des Werkzeugs frei.
Häufig stößt die Zugstange am Ende des Hubs das Werkzeug zusätzlich leicht aus dem Konus, damit der Werkzeugwechsler es sauber greifen kann. Die Einheit arbeitet hydraulisch oder pneumatisch und ist fester Bestandteil jeder Spindel mit automatischem Werkzeugwechsel.
Der Ablauf ist eng getaktet und in mehreren Punkten kritisch:
Zwei Größen entscheiden über die Funktion: die Lösekraft muss höher sein als die Federkraft, sonst öffnet der Spanner nicht vollständig. Die Hublänge muss exakt stimmen, sonst löst das Werkzeug nicht oder das Federpaket wird überdrückt.
Die Löseeinheit ist eine häufige Fehlerquelle rund um den Werkzeugwechsel:
Da Löseeinheit, Zugstange und Tellerfederpaket eine funktionale Einheit bilden, wirkt sich ein Fehler oft auf das ganze Spannsystem aus. Bleibt ein Werkzeug stecken oder löst der Wechsler unsauber, prüft eine Werkzeugspanner-Reparatur Lösekraft, Hub und Zustand der gesamten Baugruppe und stellt die Werte wieder auf die Vorgabe des Maschinenherstellers ein.
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