Zum Inhalt springen

Glossar

Innere Kühlmittelzufuhr

Die innere Kühlmittelzufuhr (IKZ) führt Kühlschmierstoff durch die Spindel und das Werkzeug direkt an die Schneide. Den Übergang vom feststehenden in den rotierenden Teil übernimmt eine Drehdurchführung.

Rolle in der Instandsetzung

Bei einer Generalüberholung wird dieser Punkt geprüft, ersetzt oder neu eingestellt, bevor die Spindel auf den Prüfstand geht.

Zur Überholungs-Seite

Was ist die innere Kühlmittelzufuhr?

Die innere Kühlmittelzufuhr, kurz IKZ, ist die Zuführung von Kühlschmierstoff durch das Innere der Spindel und des Werkzeugs direkt an die Schneide. Statt das Kühlmittel von außen über Düsen auf die Bearbeitungsstelle zu spritzen, läuft es durch einen zentralen Kanal in der Spindel, durch den Werkzeughalter und bei geeigneten Werkzeugen bis an die Wirkstelle.

Der Vorteil liegt in der Treffsicherheit. Das Kühlmittel kommt genau dort an, wo Wärme entsteht und Späne abtransportiert werden müssen, auch in tiefen Bohrungen und an schwer zugänglichen Schneiden. Das verbessert Standzeit, Prozesssicherheit und Spanabfuhr, besonders beim Tieflochbohren und bei der Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe.

Wie das Kühlmittel in die rotierende Spindel kommt

Die zentrale technische Herausforderung der IKZ ist der Übergang vom feststehenden Versorgungssystem in die rotierende Spindel. Diese Aufgabe übernimmt eine Drehdurchführung. Sie sitzt am hinteren Ende der Spindel und leitet das unter Druck stehende Kühlmittel über eine abgedichtete, rotierende Verbindung in den zentralen Kanal der Spindelwelle.

Die Drehdurchführung ist ein Verschleißteil. Ihre Dichtungen laufen bei hoher Drehzahl und unter Druck und gehören zu den Komponenten, die bei der Wartung besonders im Auge behalten werden müssen.

Drücke und Anforderungen

Die innere Kühlmittelzufuhr arbeitet je nach Anwendung mit deutlich unterschiedlichen Drücken. Für viele Standardanwendungen reichen einige bar, beim Tieflochbohren und in der Hochdruckkühlung sind Drücke von über 70 bar üblich. Höhere Drücke verbessern die Spanabfuhr, stellen aber höhere Anforderungen an Drehdurchführung, Dichtungen und die Auslegung der Spindelkanäle.

Wichtig ist die Sauberkeit des Kühlmittels. Späne und Partikel im Kühlmittel verschleißen die Dichtungen der Drehdurchführung und können die Kanäle zusetzen. Eine funktionierende Filtration ist deshalb Teil eines zuverlässigen IKZ-Systems.

Bezug zur Spindelreparatur

Lecks oder Druckverlust in der inneren Kühlmittelzufuhr sind ein häufiger Grund für eine Spindelreparatur. Ein verschlissenes Dichtsystem an der Drehdurchführung lässt den Druck einbrechen oder leitet Kühlmittel an Stellen, an denen es nicht hingehört. Gelangt Kühlmittel in den Lagerbereich, drohen Korrosion und Lagerschäden. Bei einer Spindelüberholung werden Drehdurchführung, Dichtungen und Kühlkanäle deshalb geprüft und bei Bedarf erneuert, damit die IKZ ihren Druck wieder sauber an die Schneide bringt.

Fragen zu Innere Kühlmittelzufuhr an Ihrer Spindel? Wir geben eine ehrliche technische Einschätzung.

Zur Leistungsseite

Spindel defekt oder eine Frage offen? Schreiben Sie uns.

Schildern Sie Symptom, Spindeltyp und Maschine. Sie bekommen eine technische Einschätzung, kostenlos und unverbindlich.

Direkter Kontakt

  • Für Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz: die Einschätzung erfolgt schriftlich oder telefonisch.
  • Wir melden uns, sobald wir Ihren Fall gesichtet haben.
  • Kostenlos und unverbindlich, ohne Auftragspflicht.